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60. Poetry Slam Pforzheim

 
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Gestern Abend war es wieder soweit: Poetry Slam-Zeit in Pforzheim!
 
Um kurz nach 20:00 Uhr begrüßten Andi und Lino Wirag das zahlreich erschienene Publikum zum 60. Poetry Slam.
 
Da acht Slammer anwesend waren, bekam jeder eine maximale Bühnenzeit von sechs bis sieben Minuten.

Die Abstimmung für die Vorrunde wurde per Zettel durchgeführt. Dabei geht die Wertung von 0,0 (ein Text, der nie hätte geschrieben werden sollen von einem Poeten, der nie hätte geboren werden sollen) bis 10,0 (ein Text, der die Anwesenden in eine orgiastische Menge Leiber verwandelt).

Das Opferlamm gab dieses Mal Prof. Dr. Nachtigalla, der zwei seiner Rap-Texte vortrug. Damit war das Publikum schon einmal vorgewärmt und es ging gleich in die erste Runde.

Der per Auslosung bestimmte erste Slammer war Wort WortArtiG, der über unschöne Menschen morgens in Straßenbahnen und auch außerhalb solcher sprach.
Damit legte er die Latte für die restlichen Teilnehmer des Abends hoch und erntete zu Recht gleich zu Beginn eine hohe Punktzahl.

Lino konnte sich nicht verkneifen, Andi gleich den Satz "Blöde Gedanken blödes Gesicht" aus dem Text um die Ohren zu hauen.

Der zweite Slammer war Christoph Bayer, der die Fabel "Die Katze und der Hund" vortrug und danach einen auf Rapper machte und titulierte: "Ich bin krass".
Leider traf er damit nicht den Geschmack der Bewertenden und so gab es eine relativ schlechte Wertung.
 
Und schon trat der dritte im Bunde an das Mikrofon: HeisseCaspar.
Nach Verlesung seiner "Bewerbung" an die Metallhalle (Kupferdächle) in Pforzheim gab er gleich noch eine Kostprobe seiner Fähigkeiten zum Besten.
Leider kam auch das nicht ganz so gut an und er erhielt nur eine mittelmäßige Bewertung.

Als nächstes war die erste Dame an der Reihe: Julia.
Sie gab "Wissensdurst", "In der Kiste der Vergangenheit graben", "Entzückend verrückt" und "Zehn kleine Waldmeister" zum Besten.
Auch hier war die Wertung nur mittelmäßig.

Als letzte Slammerin vor der Pause kam dann Keda Paskali mit einem Text über Männer und Frauen, der ihr hohe Wertungen brachte.

Lino schien von dieser Performance etwas abgelenkt worden zu sein, hatte er doch beim Zusammen rechnen der Punkte so seine Schwierigkeiten:
"Zwei Mal 7,5 macht 15, zwei Mal 6,9 macht weniger".

Schon war eine 15-minütige Pause angesagt.

Nachdem sich alle Zuschauer wieder versammelt hatten, ging es dann in den zweiten Teil des Abends.

Dieser wurde von Lyrenbold mit einem "Schurkenstück" eingeleitet, der ihm passable Punkte einbrachte.

Danach gab Stephanie einen "rein fiktiven" Texte über ihre gescheiterten Versuche eine neue Beziehung zu starten zum Besten, die beim Publikum sehr gut ankam.

Der letzte Slammer in der Vorrunde war dann "Lokalkadett" (Aussage Lino) Boeni, der einen Text über Bier mit dem schönen Titel "Frühlingsblumenwiese" und einen Mitmachtext zum Thema jugendfreier Sex und Pudding mit dem Titel "Erdbeerpudding" zum Besten gab. Damit hatte er das Publikum voll auf seiner Seite und setzte sich auf Platz eins.

Nach Auswertung der Punkte war schnell klar, wer ins Finale einzog: Boeni, Stephanie und WortArtiG.
Leider hatte Stephanie nur den einen von ihr vorgetragenen Text dabei und so zog stattdessen Keda ins Finale.

Der erste Finalist war WortArtiG, der zunächst zwei vierzeilige Tiergedichte zum Besten gab: eine über einen Hund und seinen Floh, die Rollen tauschen sollten und danach einen über einen Papagei, der in die Freiheit flüchtet und dann im Ventilator landet.
Danach erstellte er noch ein "Essay der Dummheit".

Danach war wieder Keda an der Reihe und erzählte, wie sie auf "engem Raum" (nicht größer als ein Penis) lebte. 

Boeni ging als letzter Finalist mit seinem Mitmachtext über die Zeit ins Rennen.

Schon war das Finale vorbei und die Abstimmung per Applaus stand bevor.

Aus dieser ging ganz eindeutig WortArtiG als Sieger hervor, der als Preis eine Ausgabe des Poetry Slam-Magazins [nerv] aus der Schweiz von 02/04 mit nach Hause nehmen durfte. 



Viel zu schnell ging mal wieder die Zeit vorbei. Wir danken allen Slammern, Lino und Andi und natürlich auch dem Kupferdächle für einen wundervollen Abend.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Slam am 20.03.2014 um 20:00 Uhr im Kupferdächle!

Bilder zum Event findet ihr in unserer Galerie.