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Anna Mocikat - Ein Interview

 

Anna Mocikat ist eine deutsche Autorin, die mit "MUC" nun ihr Erstlingswerk an den Leser bringt.

Wer sie ist und wie viel Einfluss ihr Leben auf ihr Werk hat, erfahrt in in dem folgenden Interview.

 

Anna-Mocikat
 
Cover MUC Bw

K = Kaisu
M = Mocikat
Das Interview wurde via E-mail geführt.
 
K: Seit wann trugen Sie den Gedanken mit sich herum, dass sie einmal ein Buch schreiben und auch veröffentlichen möchten?
 
M: Schon seit meiner Jugend. Als Teenager fing ich an, Kurzgeschichten und erste Novellen zu schreiben. Ich träumte davon, in einen Buchladen zu gehen, und dort ein Buch von mir liegen zu sehen. Jetzt, 20 Jahre später, ist dieser Traum endlich Wirklichkeit geworden.
 
K: War es hier schwer einen Ansprechpartner, sprich einen Verlag zu finden? Oder sagte Ihnen direkt Droemer Knaur zu?
 
M: Oh, die Suche nach einem Verlag gestaltete sich sehr schwer und vor allem langwierig. Ich habe das Glück, einen großartigen Agenten gefunden zu haben, der mich bei Droemer Knaur unterbringen konnte. Ich verdanke ihm alles, denn ohne ihn, hätte ich es nie geschafft. Wie sich dann herausstellte, ist Droemer Knaur der perfekte Verlag für mich. Die Leute da sind unglaublich nett und wir sind in allen wichtigen Dingen auf einer Wellenlänge.
 
K: Wie kam es hier zu dem Genre „Endzeit“? Haben die Konsolenspiele hier einen gewissen Einfluss gehabt?
 
M: Ich habe mich schon immer für dieses Genre interessiert. Wie unschwer zu erkennen ist, mag ich es düster. Schon meine ersten Kurzgeschichten behandelten meistens dystopische Themen. Aber natürlich ziehe ich heute auch viel Inspiration aus Filmen und Videospielen.
 
K: Müssen Sie sich zum Schreiben in eine spezielle Grundstimmung bringen?
Mit zum Beispiel ihrer Lieblingsmusik, einer bestimmten Umgebung oder reicht die vollkommene Stille aus?
 
M: Für mich ist Schreiben mein Job, d.h. so wie andere ins Büro gehen, setze ich mich an meinen Schreibtisch. Nur dass mein Arbeitsweg extrem kurz ist, und ich anziehen kann, was ich will.
Ich brauche absolute Ruhe, um richtig produktiv sein zu können. Deswegen wohne ich auf dem Land in der Nähe von München. Obwohl ich privat gerne Industrial, Metal und Ähnliches höre, brauche ich zum Arbeiten eher ruhige Electro- oder Filmmusik. Zu meinen Lieblings-Arbeits-Alben zählen zum Beispiel die Soundtracks von „28 Days/28 Weeks later“, „Deus Ex“ und „Tron Legacy“. Ansonsten brauche ich noch literweise Schwarztee und meine zwei Hunde, die „Assistenten“ – dann kennt meine Kreativität keine Grenzen.
 
K: Wie viel Zeit am Tag verbringen sie mit dem Schreiben? Legen Sie sich feste Zeiten fest oder kommt der Schreibfluss spontan?
 
M: Ich arbeite sehr strukturiert. Der Vormittag gehört der Büroarbeit, d.h. da arbeite ich alles ab, was so an organisatorischen Sachen anfällt, den Nachmittag widme ich dann ganz dem Schreiben. Man glaubt es kaum, aber Schriftsteller ist tatsächlich ein Full-Time-Job.
 
K: Auf ihrer homepage schreiben sie, dass sie gerne Serien und Filme schauen beziehungsweise ein richtiger Junkie in dieser Hinsicht sind. Was sind hier so ihre Lieblinge, auf sie die nicht verzichten können?
Das gleiche gilt natürlich für Spiele. Mit welchen vertreiben Sie sich gerne die Zeit?
 
M: In letzter Zeit schaue ich viel mehr Serien als Filme, weil im US-Fernsehen in meinen Augen gerade die besten Geschichten erzählt werden. Zu meinen absoluten Lieblingen zählen „The Walking Dead“, „Game of Thrones“, „House of Cards“, „True Detective“ sowie die erste Staffel „American Horror Story“.
Videospiele sind zugegeben mein liebstes Hobby. Am liebsten spielen mein Mann und ich gemeinsam im Coop vor unserer Konsole. Dabei mögen wir besonders Spiele wie die „Borderlands“-Reihe, „Resident Evil“ oder „Left 4 Dead“. Im Singleplayer liebe ich Survival Horror, Rollenspiele wie „Skyrim“, „Dragon Age“ und „The Witcher“, sowie natürlich die Assassin´s Creed Reihe.
 
K: Wie viel von dieser Privaten Anna Mocikat steckt in der Hauptfigur Pia?
 
M: Nun ja, wir können beide stur sein, wenn wir uns etwas in Kopf gesetzt haben. Und wir haben beide schwarze Haare, wobei meine gefärbt sind. Sonst nicht besonders viel. Ich glaube, wenn sie meine kleine Schwester wäre, würde ich vor lauter Sorge wegen ihrer Waghalsigkeit, wahnsinnig werden.
 
K: „MUC“ beginnt direkt mit einer Kletterpartie von Pia. Klettern Sie selbst? Oder ist das eher ein Hobby, was sie sehr fasziniert?
 
M: Ganz im Gegenteil! Ich habe Höhenangst und schaue mir die Berge lieber aus sicherer Entfernung von unten an. Aber mich fasziniert ungemein, was Kletterprofis und Parkour-Läufer drauf haben.
 
K: Ist es Absicht, dass „MUC“ in der realen Welt den Münchener Flughafen beschreibt, weil sie mit ihm beispielsweise etwas verbinden, oder war das reiner Zufall?
 
M: MUC spielt nicht am Flughafen, sondern im postapokalyptischen München. Dieses heißt in der Zukunft mittlerweile MUC – warum das so ist, wird im Laufe der Geschichte verraten.
 
K: Haben Sie noch Fortsetzungen geplant oder soll das Buch für sich stehen?
Gibt es generell weiter Buchplanungen für die nahe Zukunft?
 
M: Das Buch soll im Prinzip für sich stehen, denn es erzählt eine in sich geschlossene Geschichte. Aber eine Fortsetzung ist dennoch bereits in Arbeit – die Welt von MUC lässt mich so schnell nicht los!
Es kommt jetzt alles darauf an, ob MUC bei den Lesern gut ankommt. Wenn das der Fall ist, dann wird es von mir noch viele Romane geben.
 
An dieser Stelle nochmal ein liebes Dankeschön an Anna Mocikat für die schnelle Rückmeldung und die ausführlichen Antworten!!
 
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Das Buch "MUC" ist seit dem 01.12.2014 als Paperback und ebook bei Droemer Knaur erhältlich
 
 
 
"München, 2120: Hundert Jahre nach dem großen Sterben, dem beinahe die gesamte Menschheit zum Opfer fiel, ist von dem Wohlstand der Stadt wenig übrig. Zerstörte Häuser, Müll und Dreck in den Straßen und Skelette in der U-Bahn, so präsentiert sich MUC, wie die Stadt mittlerweile heißt, der Kletterkünstlerin Pia.
Pia ist auf der Suche – nach ihrem Bruder, der vor Jahren verschollen ist, und nach Antworten. Denn das große Sterben haben nur Rothaarige überlebt, ihre Haare jedoch sind pechschwarz. Aber MUC ist kein Ort des Wissens und der Freiheit mehr, sondern eine ­gnadenlose Diktatur. Pia muss sich entscheiden, ob
sie auf der Seite der Unterdrücker oder der Unterdrückten stehen will."
 
 
 
 
 
 
 
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Wer mehr über die Autorin erfahren möchte, kann auf folgenden Seiten vorbeischauen:
(hier erhaltet ihr immer die aktuellsten News, vor allem zu Lesungen, wie sie derzeit in Traunstein, Köln, München stattfinden)