Interview mit Voices of Destiny

INTERVIEW MIT VOICES OF DESTINY


Infos: Die fünfköpfige Gothic/Epic Metal Band aus Ludwigsburg wird ihr Debüt Album "From The Ashes" am 26.2 veröffentlichen. Endlich seit den ersten Schritten im Jahre 2004 hat die Band, welche aus 4 Männer und einem Frauenkopf besteht, letztes Jahr im Sommer bei Massacre Records einen weltweiten Plattenvertrag unterschrieben. Wer gerne eine kleine Hörprobe genießen möchte oder noch ein paar Informationen erwünscht findet diese unter deren ~MySpace Seite~


DFG: Zuerst einmal, Herzlichen Glückwunsch zu eurem Debütalbum "From
Ashes On Its Way" welches ja erst vor Kurzem, genauer gesagt am 26.02.
erschienen ist.
Wie fühlt es sich an das erste eigene Album in Händen zu halten ?

VOD:
Es ist natürlich überwältigend, „From the Ashes“ endlich in unseren Händen zu
halten. Wir haben schließlich lange auf das Release hingearbeitet und sind mit
dem Resultat mehr als zufrieden.


DGF: Nicht jeder wird euch kennen, also wie wäre es wenn ihr euch kurz
einzeln vorstellt und uns erzählt was ihr in der Band für eine Funktion
habt?

VOD:
Unsere Band besteht aus den 5 Mitgliedern Maike (Gesang), Lukas (Keyboards &
Vocals), Chris (Gitarren), Jens (Bass) und Erik (Drums). Chris betreibt das
Krabbesackduschder Studio, Lukas kümmert sich um das Songwriting, Jens macht das
Organisatorische und pflegt die Homepage, Erik kümmert sich um das Technische
und Maike gibt der Band ein Gesicht.


DGF: "Voices Of Destiny", frei übersetzt "Stimmen des Schicksals", wie
kamt ihr gerade auf diesen Namen?

VOD:
Eigentlich war es spontane Idee, unsere Band „Voices of Destiny“ zu taufen.
Erik, unser Drummer, hatte die Idee und wir mochten einfach den Klang des
Begriffs. Der Name passt einfach perfekt zu unserem Stil. Allzu große Bedeutung
messen wir dem Namen aber nicht bei, schließlich steht die Musik im Vordergrund.


DGF: Welche musikalischen Vorbilder haben euch bei eurer Musik
beeinflusst oder tun das vielleicht immer noch ? Hat jemand von euch
eine musikalische Vorbildung (z.B. Musikschule, Studium)?

VOD:
Es gibt sehr viele Bands verschiedener Stile, die uns inspirieren und zum festen
Bestandteil unserer Hörgewohnheiten gehören. Angefangen bei Gruppen wie Epica,
Nightwish, usw. bishin zu härteren Interpreten wie In Flames, Soilwork, usw.
Jeder hat natürlich so seine Vorbilder und Personen, zu denen er aufschaut. Aber
im Endeffekt machen wir mit „Voices of Destiny“ unser eigenes Ding und wollen
nicht einfach in eine Schublade gesteckt werden.
Jeder von uns hat eine Musikschule besucht oder tut das immer noch.


DGF: Eure Anfangsschritte begannen ja 2004, wie kam es zu dieser
Zusammenstellung der Band ? Habt ihr auch außerhalb der Musik viel
Kontakt zueinander, oder verbindet euch "nur" die Band ?

VOD:
Jens und Chris haben schon früh angefangen zusammen Musik zu machen. Das Ganze
war natürlich nicht professionell. Erst 2004 haben wir mit „Voices of Destiny“
begonnen. Mit Erik und Lukas waren schnell die richtigen Leute gefunden und
somit war die instrumentale Besetzung vollständig. Ende des Jahres 2005 stieg
dann Maike als Sängerin ein.
Wir sind mit der Zeit sehr gute Freunde geworden, dementsprechend hängen wir
auch außerhalb von Proben und Aufnahmen viel miteinander rum.


DGF: Seit dem letzten Sommer hab ihr ja mit Massacre Records einen
Vertrag. Wie seit ihr zu dem Label gekommen und wie ist euer derzeitiger
Eindruck davon? Ist alles so, wie ihr euch das große Leben als Band
vorgestellt habt und wie denkt ihr über die Chancen von
jungen Musikern im Musikgeschäft?

VOD:
Thomas von Massacre Records hat uns bei einem Konzert gesehen und wollte sofort
ein Demo-Tape von uns haben. Und das war's eigentlich schon.
Die ganze Sache ist einfach perfekt. Wir bekommen viel Support und die Leute bei
Massacre sind einfach auf unserer Wellenlänge.
Vom großen Leben als Band kann man aber noch nicht reden. Es ist schließlich ja
immer noch unser Debutalbum und wir stehen ja erst in den Startlöchern.
Leider ist es schwierig, wirklich 100% Fuß im Musikbusiness zu fassen, weil man
schnell in eine Schublade gesteckt wird.
Allerdings haben wir ja nie geplant, mit der Musik das große Geld zu machen,
sondern wir machen es das eher aus der Freude an der Musik.

DGF: Ihr seid ja anders als die gecasteten Bands ins Musikgeschäft
gekommen, was haltet ihr von dieser im Moment anscheinend sehr populären
Art der Bandsuche?

VOD:
Dabei kommen meistens nur „One-Hit-Wonder“ raus. Das Ganze dient in unseren
Augen mehr zur Unterhaltung des Publikums, als dass es um Musik geht.


DGF: Maike, du als Vertreterin des weiblichen Geschlechts, wie siehst du
die Rolle der Frau in der Rockmusikszene? Und wie schwer hast du es dich
gegen die geballte Manpower in der Band durchzusetzen ?

VOD:Wie wir schon in einigen Reviews gemerkt haben, stoßen Bands mit einer
Sängerin wohl bei den meisten schon von vornherein auf Ablehnung. Momentan habe
ich also das Gefühl, dass Frauen im Metal nicht so erwünscht sind, wie Männer.
Außer sie präsentieren sich als „heißes Chick“ =) Trotz allem ist es für viele
Frauen einfach die Musik, die sie machen wollen, die am besten zu ihnen passt.
So geht es mir auch.
Bei uns wird in jeder Diskussion jemand überstimmt. Das bin nicht überwiegend
ich. In der Band fühle ich mich wohl und gleichberechtigt. Manchmal ist es
trotzdem nicht leicht, aber das liegt glaube ich einfach an unterschiedlichen
Meinungen, weniger daran, dass ich ein Mädchen bin.


DGF: Das Album trägt ja den Namen "From Ashes on its way", was steckt
dahinter,
also wie kamt ihr darauf und gibt es dazu vielleicht sogar eine kleine
Geschichte?

VOD:
Eigentlich heißt unser Album „From the Ashes“ ;).
Eine Geschichte, welche alle Songs zusammenfasst, gibt es eigentlich nicht, da
jeder einzelne Song seinen eigenen Hintergrund hat. Das Album im Gesamten stellt
eine Aufforderung dar, aus Fehlern zu lernen und einen Neuanfang zu wagen.


DGF: Wer ist bei euch für das Songwriting zuständig ?
Sind es Lebenserfahrung, die sich in den Texten widerspiegeln
und was inspiriert dich/euch beim Schreiben?

VOD:
Lukas liefert die Songstrukturen, Melodien und Texte. Aber natürlich arbeiten
wir das Material dann zusammen aus.
Jeder einzelne der 12 Songs basiert auf persönlichen Erfahrungen, allerdings
sind die Inhalte stark umschrieben und verschlüsselt. Wichtig ist, dass dem
Hörer Freiraum zur eigenen Interpretation gelassen wird.

DGF: Wie reagiert euer Umfeld nach der Veröffentlichung auf euch?
Hat sich eurer Alltag stark verändert?

VOD:
Natürlich bekommen wir viel positives Feedback, was uns ungemein freut. Aber
unser Alltag, in Bezug auf Arbeit und Studium, hat sich überhaupt nicht
verändert.

DGF: Habt ihr schon Pläne für die Zukunft? Also was ist euer nächstes Ziel?

VOD:
Das nächste Ziel sind einige größere Konzerte oder vielleicht sogar eine
Support-Tour für eine andere Band. Danach wollen wir wieder ins Studio und die
nächste Platte produzieren.

DGF: Gibt es ein Event oder einen Ort an dem ihr gern mal auftreten würdet?
Wenn ja, welcher/s wäre dann und warum ?

VOD:
Ein Traum von uns wär sicherlich auf dem „Metal Boat“ aufzutreten. Das ist
einfach eine sehr außergewöhnliche Location und das klingt nach einer Menge
Spaß.

DGF: Wir danken euch vielmals für das Interview, es hat uns sehr gefreut!
Wir wünschen euch viel Erfolg mit dem Album und hoffen bald wieder was
von euch zu hören!
Blacky_Kati für das DGF Magazin