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SCHWARZER ENGEL im Interview

Schwarzer Engel - Dave Jason 03Frostig-schwarze Grüße an DAVE JASON! Zu Beginn des Interviews möchten wir gerne etwas mehr über dein Projekt SCHWARZER ENGEL herausfinden. Was kannst du uns darüber erzählen, wie der finstere Bote das Licht der Welt erblickt hat?

Es mag recht abgefahren klingen, aber die Idee zu SCHWARZER ENGEL kam mir durch einen Traum, indem mir ein überdimensionaler Engel erschien der über eine Art verlassenes Schlachtfeld flog und von düsteren Klängen begleitet wurde. Am nächsten Tag begann ich mit dem Ausarbeiten der ersten Stücke, die sich auf dem Debütalbum Apokalypse wiederfinden.

Wie können wir uns die Beziehung zwischen DAVE JASON und SCHWARZER ENGEL vorstellen? Ist der SCHWARZE ENGEL eher ein Kunstprodukt oder gar ein Alter-Ego wie etwa ALICE COOPER?

Wie du wahrscheinlich weißt ist SCHWARZER ENGEL mein Soloprojekt. Dass heißt, ich schreibe alle Tracks komplett im Alleingang und lade mir nur hin und wieder Gastmusiker ins Studio ein. Der „SCHWARZER ENGEL" begründet sich aus dem oben genannten Traum, in meinem Projekt übernehme ich (DAVE JASON) die Verkörperung dieser Rolle. Der „SCHWARZER ENGEL" steht für den „Herrn der Krähen", die Krähen sind hierbei alle treuen Fans meiner Musik. SCHWARZER ENGEL kann also gewissermaßen sowohl als Kunstprodukt als auch einem Alter Ego meiner Person gesehen werden.

In brennenden Himmeln ist das erste Album von SCHWARZER ENGEL bei einem reinen Metal-Label, aber schon dein dritter Longplayer. Worin unterscheidet sich das neue Album von den Vorgängern?

Das neue Album hat im Vergleich zu den beiden Vorgängeralben Apokalypse und Träume einer Nacht nochmal an Härte zugelegt. Es war mir dennoch nach wie vor wichtig, neben der Steigerung des musikalischen Härtegrads weiterhin viel Platz für Melodien zu lassen. SCHWARZER ENGEL war neben einer sehr düsteren ja immer auch schon eine sehr melodiöse Band. Der Wechsel von einem eher Gothic-orientierten Label wie meinem ehemaligen Label, der Trisol Music Group (ASP, SAMSAS TRAUM, PROJECT PITCHFORK) hin zu einem reinen Metallabel wie Massacre Records (EISREGEN, KING DIAMOND, CREMATORY) ist vor allem im Musikstil begründet. Da ich jedoch eine Mischung aus Symphonic Metal, Gothic Metal und vieler unterschiedlicher Metalrichtungen mache, die ich selbst „modernen Dark Metal" nenne, sind die Tracks des neuen Albums eher eine Weiterentwicklung des musikalischen Stils als eine komplette Neuausrichtung.

Welcher Song ist deiner Meinung nach das stärkste Stück von In brennenden Himmeln?

Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Ich sehe definitiv jeden einzelnen Track auf dem Album als starken Song an. Natürlich gibt es aber ein paar Songs auf der Platte von denen ich selbst nach dem 1.000sten Mal Hören noch nicht genug bekommen kann. Dazu gehören „Der Untergang", die „Hymne für den Tod", „Psycho-Path", das Albumfinale in Form von „Krähenzeit" und natürlich die schon veröffentlichte EP-Single „Schwarze Sonne", deren Videoclip sich auf YouTube rasanter Beliebtheit erfreut. Aber da jeder Mensch eine individuelle Wahrnehmung der Tracks hat, wird jedem auch etwas Anderes gefallen, denke ich.

Ist es eigentlich schwieriger alleine ein Album auf die Beine zu stellen als mit einer Band? Zum Beispiel in den Arrangements oder der Koordinierung der Gitarren?

Alles hat natürlich seine Vor- und Nachteile. Dadurch dass ich die Alben komplett im Alleingang schreibe und aufnehme, muss ich mich auf keinerlei musikalische Kompromisse einlassen. Aber es benötigt natürlich mehr Zeit und ist für mich viel anstrengender, als wenn ich nur einsingen würde und dann nach Hause gehen könnte; nach dem Motto: „Ich bin fertig, jetzt seid ihr dran". Aber ich habe mich bewusst dafür entschieden SCHWARZER ENGEL als Soloband-Projekt zu führen, da es neben der musikalischen Kompromisslosigkeit auch das Problem umgeht, dass zu viele Leute nicht nur musikalisch, sondern auch strategiemäßig in verschiedene Richtungen ziehen. Du kennst ja sicherlich den Spruch: „Wenn du was richtig machen willst, dann mach es selbst". Diesem Credo habe ich mir seit Beginn an verschrieben.

Andererseits kann ich mir vorstellen, dass es auch sehr angenehm sein kann, wenn man beim Komponieren der Songs sein eigener Herr ist. Oder nicht?

Auf jeden Fall. Sein eigener Herr zu sein ist meiner Erfahrung nach die ultimative Befriedigung! (lacht)

Ich hoffe, das kommt jetzt nicht zu kritisch rüber, doch das Bühnenoutfit und der Look von SCHWARZER ENGEL erinnern mich an die Visual-Kei-Szene Japans. Ganz speziell an GACKT während seiner Genesis-Phase. Bist du mit der Visual-Kei-Szene vertraut und beziehst du von dort auch zumindest einige optische Einflüsse?

Nein, sorry – aber in diesem Bereich kenne ich mich leider gar nicht aus. Es ist aber trotzdem interessant, dass du mich darauf hinweist. Das zeigt mir, dass ich mir das vielleicht mal etwas genauer anschauen sollte . . .

Diesem Wunsch kommen wir an dieser Stelle doch gleich einmal nach . . .

 



Denn musikalisch schlägt SCHWARZER ENGEL ja in eine völlig andere Richtung. Wenn man sich die ersten Auskopplungen anhört, dann hat das schon viel von angenehmem Gothic Rock. Auf dem eigentlichen Album aber scheppert es sehr ordentlich und sehr sehr finster. Was sind deine musikalischen Einflüsse?

Naja, auch wenn SCHWARZER ENGEL oft der Kategorie „Gothic Rock" zugeordnet wird, muss ich da doch ein wenig widersprechen und betonen, dass ich wenn, dann nur gewisse Einflüsse davon in der Musik habe. Beim zweiten Album Träume einer Nacht kann ich diese Einordung nachvollziehen, da auch einige ruhigere Nummern vertreten sind. Aber auf Apokalypse und In Brennenden Himmeln prangt eher das Prädikat „Gothic Metal" als „Gothic Rock". Der Unterschied liegt, um ein Beispiel zu nennen, darin, dass ich regelmäßig und ausgiebig Double-Bass Drums einsetze, während dieses musikalische Mittel im „Gothic Rock" eher weniger verbreitet ist. Meine musikalischen Einflüsse sind breit gefächert und schließen viele Arten aus den Genres „Metal" und „Gothic" mit ein.

Wenn man sich das Bühnenoutfit des SCHWARZEN ENGELS so ansieht, dann impliziert das in meinen Augen auch eine fette und aufwendige Show. Was können die Besucher erwarten, wenn sie ein Konzert von dir besuchen?

Besucher können bei einem SCHWARZER ENGEL-Konzert brachialen Metal, schöne Melodien und eine mitreißende Show erwarten. Ich hoffe, dass ich bisher noch keinen Fan enttäuscht nach Hause gehen habe lassen. Das einzige was mich noch an Bühnenbauten wie bei RAMMSTEIN hindert, ist das finanzielle Budget, das leider noch zu begrenzt ist. Aber damit mich keiner von der Bühne säbeln oder schießen kann, trage ich meine Rüstung natürlich trotzdem auch live. (grinst)

Bislang gibt es aber lediglich noch einen Live-Termin in diesem Jahr. Kannst du uns darüber aufklären, ob schon neue Termine in diesen und/oder im nächsten Jahr geplant sind?

Neben unserer Show mit ASP am 17. Oktober 2013 im Stuttgarter Theaterhaus werden wir unsere Label-Kollegen EISREGEN und DEBAUCHERY auf deren Deutschland-Tour unterstützen. Die genauen Tourdaten mit sieben Städten finden sich im Internet. Um auf dem Laufenden zu bleiben, empfiehlt es sich außerdem bei Facebook unter den „Gefällt mir Button" zu betätigen oder den Newsletter unserer Homepage zu abonnieren.

Mit diesen Worten sind wir leider am Ende des Interviews angelangt. Drum bedanke ich mich bei SCHWARZER ENGEL und freue mich auf weitere Untaten.

Gerne doch! Man sieht sich auf Tour!

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