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"Graues Land" von Michael Dissieux

 

 

Graues-Land

 

Titel: Graues Land

Autor: Michael Dissieux

 

VÖ: März 2014

Einband: Paperback

Verlag: Luzifer Verlag

Seitenzahl: 262

Genre: Endzeit

ISBN: 978-1496191434

 

 


Inhalt: 

Harvey und Sarah führen ein glückliches, ruhiges Leben in den Bergen. Als Sarah erkrankt, kümmert sich der alte Harv liebevoll um seine Ehefrau.
Doch eines Tages hat sich etwas geändert in der Welt da draußen. Es beginnt damit, dass die Fernsehsender kein Programm mehr ausstrahlen, dann fällt die Stromversorgung aus, auch das Telefon verstummt. Eine trügerische Stille liegt über den Feldern, über dem Haus.
Und die kurze Begegnung mit einer jener Kreaturen im Garten bringt die schreckliche Gewissheit, keiner Einbildung erlegen zu sein.
Harvey beschließt, in Erfahrung zu bringen, was zum Teufel mit der Welt geschehen ist. Und so steigt er in seinen rostigen Van und fährt hinüber zu seinem alten Freund Murphy, der ein paar Meilen die Straße hinab ein kleines Lebensmittelgeschäft betreibt. Doch dieser scheint bereits dem Wahnsinn anheim gefallen zu sein … [Luzifer Verlag]



Meine Meinung:

Langsam. Still und heimlich. Bin ich ein kleiner Michael Dissieux Fan geworden. Da ist etwas in seinen Büchern, dass mich jedes Mal in den Bann zieht, auch wenn mir zum Beispiel "Der Schuppen", zu vorhersehbar war. Hier ist es anders. Hier ist definitiv nicht alles vorhersehbar. Es schwankt zwischen der stillen Hoffnung auf einen neuen ruhigen Morgen, dem Glauben an das Gute im Menschen, der versteckten Angst vor der Kreatur unter dem Bett sowie der plötzlich entschlüpften Grausamkeit des Moments.
Alles untermalt von einer seltsamen Veränderung, die in der Welt vor sich geht. Graue Schatten scheinen zum Leben zu erwachen und jedes Lebewesen gnadenlos in den Tod oder Wahnsinn zu reißen, was sich ihnen in den Weg stellt. Vor allem Nachts sollte man nicht raus und alle Türen und Fenster geschlossen halten. Entsprechend ist die Anzahl der Menschheit stark reduziert und so konzentriert sich in diesem Buch vor allem auf einen alten Mann und seine Familie.

Murphy, ein Mann von fast siebzig Jahren, der schon eine Menge Lebenserfahrung auf dem Buckel hat, beginnt plötzlich an sich zu zweifeln. Tief verborgene Ängste krabbeln langsam an die Oberfläche hinauf und beginnen seinen Verstand einzunehmen. Doch noch hat die dunkle Kreatur noch nicht gesiegt. Nicht solange er am Leben ist. 
Ein zunächst einsamer Kampf beginnt, der leicht an eine Zombieapokalypse erinnert. Nach und nach gesellen sich andere Gesichter zu ihm, die ihm helfen und ihm zusprechen. Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit, bis auch dieses dünne Kartenhaus der heimischen Atmosphäre in sich zusammenbricht und Hölzchen kann Dissieux bekanntlich gut ins Feuer werfen.


Fazit:


Mir hat das Buch überraschend gut gefallen. Hatte ich anfangs gedacht, es geht alles in eine andere - klassichere Richtung - so wendet sich das Blatt schnell und man lernt eine neue Form der Endzeit kennen. Murphy selbst, schlit man rasch in sein Herz. Der alte Mann hat etwas an sich, was einen rührselig macht und das liegt sich nicht nur an seiner fürsorglichem Pflege bei seiner bettlegerischen Frau.

Kurz & knackig und dennoch erfrischend anders. Ich bin auf die Fortsetzungen gespannt!

 

 

Punkte 10 von 10