Alphabet Killer


Alphabet Killer

VÖ: 08.05.2009
Medium: DVD
Regie: ROB SCHMIDT
Laufzeit: 94 min
FSK: 16
Verleih: SUNFILM Entertainment

In der Nähe von New York wurde die Leiche eines kleinen Mädchens gefunden - vergewaltigt und erdrosselt. Die psychisch labile Polizistin Megan Paige nimmt sich des makaberen Falles an. Nach kurzer Zeit findet sie heraus, dass die Doppelinitialen des Opfers eine erste Spur zur Identität des Mörders geben müssen. Je mehr sie sich aber in die Ermittlungen stürzt, desto häufiger hindern sie ihre eigenen inneren Dämonen an der Klärung des Falles. Sie wird vom Dienst suspendiert. Zwei Jahre später schlägt der Mörder erneut zu – Megan wird wieder hinzugezogen. Doch diesmal treten ihre Psychosen noch stärker auf als zuvor ...

ROB SCHMIDT – ein Name den man vielleicht noch nicht so oft (oder überhaupt nicht) gehört hat. Mit „Wrong Turn“ schaffte er 2003 einen Teenie-Slasher der etwas mehr Anklang fand als sein erster Film „Crime And Punishment In Suburbia“.
Bei seinem neusten Werk „Alphabet Killer“ wollte er sich anscheinend mit den führenden Thriller-Regisseuren der Filmwelt messen – was ihm leider nicht gelungen ist.
Seine Versuche Spannungen à la „The Ring“ aufzubauen, gelingen ihm am Anfang recht gut, bauen aber ziemlich schnell wieder ab. Der Zuschauer gewöhnt sich zügig an die regelmäßig auftauchenden Geister und Stimmen, die immer im Zusammenhang mit Megans Psychosen erscheinen. Diese wirken allerdings mit der Zeit etwas aufgesetzt und man wird im Ungewissen gelassen, was ihre eigentliche Ursache ist. Es fällt sowieso auf, dass SCHMIDT hier viel Wert auf die labile Darstellung Hauptdarstellerin legt, anstatt sich auf die Entführungen zu konzentrieren oder sich mit dem Mörder zu beschäftigen.

Ab und an werden Momentaufnahmen gezeigt, die sehr gut die Stimmung des Filmes herüber bringen – alte verfallende Firmenhallen, Laub welches unter kargen Bäumen liegt, regnerische Wintertage. Jedoch kommt hier direkt wieder ein kleiner Abzug: Die Kameraführung ist teilweise so wackelig, dass man nicht den Eindruck hat es wäre Absicht um das Feeling des Filmes besser zu dokumentieren. Ebenso der Ton. Sobald sich Töne überschneiden oder etwas länger anhalten (wie Melodien) sackt der Ton teilweise ab.

Fazit:
Wer einen Thriller sehen möchte, der etwas ruhiger ist, ist hier gut bedient. Wer allerdings nervenraubende Spannung und blutige Details erwartet ist mit "Alphabet Killer" an der falschen Adresse.

DVD-Extras:
Audiokommentare mit Regisseur und Produzenten, Making of, Deleted Scenes, Trailer


5 von 10 Punkten