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Shirley Holmes: das tolle neue Album



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Der Name SHIRLEY HOLMES klingt ein bisschen so wie die Friseurin, die weiß, was dir am besten steht, und ein bisschen so wie die zupackende Schwester von dem Typ mit der Geige, der Pfeife und der Yps-Garderobe, von dem Arthur Conan Doyle immer redet.
An der Variante ist insofern was dran, als dass SHIRLEY HOLMES - zwei Mädels an Instrumenten und Gesang und ihr Schlagzeuger – vor gut einem Jahr kriminologisch in Erscheinung getreten sind, und zwar unfreiwillig, wie sich das für eine brave oder zumindest nicht aktenkundig gewordene Stromgitarrenband gehört.
Aber dazu mehr, wenn wir Euch mit dem Album und der kompletten Bio bemustern (toller Cliffhanger, right?).
Wenn man SHIRLEY HOLMES nach der Musikrichtung fragt, für die sie stehen oder auch, was sie selbst so hör(t)en, antworten sie entweder sehr schüchtern mit „Rock? Stromgitarrenrotz-Pop?“ oder sehr unschüchtern mit „Sonic Youth, Pixies, Ideal, Nirvana, Peaches, Bloc Party, Lassie Singers, CSS, Radiohead, Bad Religion, L7, Drugstore, Chicks On Speed, Portishead, Alice Cooper, Bilderbuch, early Guano Apes, KIZ, The Cure, Heinz Strunk, System Of A Down, Nachlader, Blumfeld, Sisters Of Mercy, Biffy Clyro, Hole, Peter Licht, Korn, Deus und Die Nerven.“
Das ist sehr lieb und fanfreudig gemeint, bezeichnet aber noch nicht, wie das klingt, was das Berliner Trio so fabriziert, wenn man es allein lässt.
Auf die Frage, was ihnen karrieretechnisch vorschwebt, antworten sie atemlos:
„Weltherrschaft.“

 

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Diese Bemerkung enthält etwa 44% Ironie, 12% Koketterie, 54% Überzeugung und 10% schlechte Mathematik, aber gut fünf Jahre nach einem Debütalbum, das immer noch keinen Staub auf der Stereoanlage angesetzt hat, klingt sie auch ein bisschen nach Wollust.
Den Schnelldurchgang von „Schnelle Nummern“ kann man sich ungefähr so vorstellen wie Pippi Langstrumpfs Bewerbung bei den Beastie Boys.
Jeder einzelne Song schießt mit Extra-PS aus den Startlöchern, sucht nach brennbaren Materialien und fragt zwischendurch aufreizend aber sinnig:
„Ich mag Melodien – und du?“
Gute-Laune-Musik sieht aber schon insofern anders aus, als die die Welt nicht als „Montagsprodukt“ begreift, als etwas, das man „alles anders als sonst“ machen muss.
In den Momenten, in denen SHIRLEY HOLMES Paul Watzlawicks Anleitungen zum Unglücklichsein zum Mond schießen und ihren Autor auf einen Schweinsgalopp durch den Mosh Pit mitnehmen wollen, verdankt sich die Positivität der Musik in erster Linie dem Schweiß, den die Band sich und ihrem Publikum spendiert.
SHIRLEY HOLMES wissen, wie man Humor, Doppelbödigkeit und das Schulterzucken anlässlich der Facebook-Stubenhocker-Schlaufe vertont.
„Schnelle Nummern“ sind genau das: Rock, so wie er ursprünglich gemeint war, Pop, nur insofern als dass Mitsingen nicht verboten ist und gelegentlich ein Keyboard-Effekt auftaucht wie ein Flitzer bei einem Fußballendspiel.
Und live wie die Darreichungsform, für die SHIRLEY HOLMES letztendlich konzipiert worden ist.
Nach so einigen Jahren auf Tour ist die Losung schließlich noch immer dieselbe.
„Man kann nur alles reinpacken“, sagt Mel. „Entweder es funzt oder nicht. Im schlechtesten Fall hast du eine Menge Spaß gehabt, was jetzt wirklich auch nicht zu verachten ist.“


SHIRLEY HOLMES
Schnelle Nummern
Pearl Division / Broken Silence
VÖ: 12.05.2017
http://shirleyholmes.de
www.facebook.com/shirley.holmes.berlin